Jahresversammlung 2026 der Erlenackerschützen Kradolf-Schönenberg
Nach einem feinen Nachtessen im Freihof Sulgen ging unser Co-Präsident Roland Zahner rasch zu den statutarischen Geschäften über. Zu Beginn der Versammlung musste Roland den Tod von zwei Schützenkameraden bekannt geben. Im letzten Jahr sind von unserem Verein Hugo Maurer und Heinz Tschannen in die Ewigkeit abberufen worden. Zu Ehren und zum Gedenken der Kameraden erheben wir uns für eine Gedenkminute von den Sitzen.
25 stimmberechtigte Mitglieder waren anwesend. Eine Traktandenliste, welche 12 verschiedene Themen beinhaltete, legte der Vorstand der Versammlung vor. Einen Austritt mussten wir zur Kenntnis nehmen, Claudio Nufer verlässt den Verein auf eigenen Wunsch. 29 A und B Mitglieder stark sind die Erlenacker-schützen, nebst nicht schiessenden Ehren-, Passiv- und Gönnermitgliedern.
Interessante Infos gaben die Ressortleiter bekannt. Die Nachwuchsförderung wollen die Erlenackerschützen wieder selbständig betreiben. Roger Meier und Urs Sager erklären sich für diese wichtige Aufgabe bereit. Ein Kapitel welches in der Vergangenheit leider vernachlässigt wurde. Doch dafür braucht es viel Engagement, wir wünschen den Nachwuchsleitern den nötigen Biss und Beharrlichkeit.
Der Schiessbetrieb, unter der Obhut von Roland Zahner, verlief im vergangenen Jahr problemlos und was sehr wichtig ist, unfallfrei. 60 Einsätze hatten die Schützenmeister gesamthaft zu leisten, ihnen gebührt der verdiente Dank.
Anlagewart Hanspeter Roth, wusste zu berichten, dass die Hauptrahmen der Scheiben nun ersetzt sind, was ihm viel Mitarbeit bei der Montage verursacht hat. Kleine, gefrässige, kabelliebende Maschinisten, der Strom fliesst beim Betrieb durch diese Kabel zu den Scheiben, machten ihm das Leben schwer, doch mit der Aufdeckung der Kanäle hat er den kleinen Kobolden den Spass offensichtlich gewaltig verdorben. Die Geschosssammlung bei den neuen Kugelfängen bewährt sich gut, dass Problem mit dem Wassereintritt in den Austragungskanal, scheint nun mit dem Einbau eines Abwasserschachtes, behoben zu sein.
Die 10m Anlage ist sehr stark ausgelastet, so trainieren ca. 15 Jugendliche mit dem Luftgewehr und ca. 10-15 Armbrust Schützinnen und Schützen, zum Teil sehr erfolgreich, und dies regional sowie auch national, wusste Urs Sager zu berichten. Einen Wehrmutstropfen musste Urs aber bekannt geben, so kommen da Erwachsene, fremde SchützInnen, welche mit dem Erlenacker gar nichts zu tun haben um zu trainieren, und dies notabene ohne dafür etwas zu bezahlen. Unsere Vertreter in der Betriebskommission werden sich dem Problem annehmen.
Die Jahresrechnung schliesst mit einem satten Rückschlag von über Fr. 16‘000.- ab, zurückzuführen auf die Rechnung für die neuen Hauptscheibenrahmen, welche aber aus unserer Sicht nicht unserer Kasse belastet werden dürfen. Ein Gespräch mit der gesetzlich zuständigen Stelle wird da noch Klarheit schaffen müssen.
Ein reich befrachtetes Jahresprogramm mit 31 auswärtigen, sowie diverse Trainings und Wettkämpfe auf dem Heimstand werden die Erlenackerschützen auf Trab halten. Auch das Ruinenschiessen steht wie üblich auf dem Programm. Grillabend und Fondueplausch sind weitere, beliebte Aktivitäten im Erlenacker, welche auch für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Ein Höhepunkt der Schiesssaison 2026 wird sicher der Besuch des Eidgenössischen Schützenfestes in Chur. Ursula Hurschler und Hanspeter Roth haben ein interessantes, zweitägiges Programm zusammengestellt, welches sehr vielversprechend aussieht.
Die Information zu den Schiessvorschriften, in Frauenfeld besuchten Heidi Nessensohn und Roland Zahner. Für die Erfassung der Dienstpflicht hält mehr und mehr die Digitalisierung Einzug. So soll zum Beispiel das altbewährte Papier-Dienstbüchlein ab 2026 mit einer digitalen Form ersetzt werden. Beschaffungsprobleme im IT-Bereich des Bundes lassen grüssen!
Unter dem Traktandum Wahlen überraschte uns der Vorstand mit der Botschaft, dass Ursula Hurschler neu das Gremium ergänzen wird. Ursula wird nebst den Einladungen auch das Erstellen der Protokolle übernehmen. Sie betreut also das Sekretariat.
Ein interessanter Reisebericht vom Besuch des Tessiner Kantonalschützenfestes 2025, verlesen durch Christian Maag, verfasst von Ursula Hurschler, liess die zwei geglückten Tage nochmals Revue passieren. Sportlich wie kameradschaftlich ein schöner Erfolg. Der Dank ging auch an die zwei Organisatoren Christian und Walter Gerber.
Zu Diskussionen Anlass gibt immer wieder das Reglement der Jahresmeisterschaft. Wir nehmen einen neuen Anlauf, dies so gerecht wie möglich neu zu gestalten. Eine spezielle Kommission wird dafür eingesetzt. Ihr gehören an: Stefan Hut, Hans Nessensohn, Hanspeter Roth und Walter Gerber.
Eine Anfrage von der Gemeinde erreichte unseren Verein, ob wir gewillt wären, bei der Organisation zur 1. August Feier 2026 unsere guten Dienste, sprich Mithilfe, einzubringen. Auf die Schützen ist fast immer Verlass, so dass wir mit grosser Mehrheit der Anfrage zugestimmt haben. Wer die Festrede halten wird sei hier noch nicht verraten, auf Grund dessen ist aber mit einer grossen Anzahl Besucher zu rechnen.
Um 22.40 Uhr konnte Roland Zahner die Versammlung schliessen, mit den besten Wünschen auf ein erfolgreiches Schützenjahr. Anschliessend liessen wir uns noch den feinen Dessert auf der Zunge vergehen.
Walter Gerber