Am Samstag, 12. Juli trafen sich 21 Erlenackerschützen, 5 Schützen der SG Bürglen und 6 Nichtschützen frühmorgens beim Schützenhaus Erlenacker. Pünktlich startete die Reise mit dem Apfelcar Richtung San Bernardino. Dank mässigem Verkehr und keinem Stau trafen wir wie im Reiseplan angekündigt zeitgerecht im Festzentrum in Faido ein. Nach der Waffenkontrolle machten wir einen Zwischenstopp beim Motel San Gottardo Sud in Piotta. Dort traten die Nichtschützen ihr Freizeitprogramm an, mit der Ritombahn fuhren sie nach Piora hinauf, bei schönem Wetter konnten sie die Aussicht zum Talboden und die Leventina geniessen, danach wanderten sie zum Ritomsee.
Nach kurzer Fahrt mussten die SchützInnen beim Sammelplatz in kleinere Shuttle-Busse umsteigen, weil der Car nicht zum Schiessstand Airolo fahren durfte. Dort wurden wir von 4 Schützen empfangen, welche vorzeitig mit PWs ins Tessin reisten. Nach der Inspektion des Schützenhauses und der Magen bereits knurrte, verköstigte man sich in der Festwirtschaft. Am Nachmittag startete des Schiessprogramm, einige hatten Startschwierigkeiten und mussten sich zuerst an den Stand gewöhnen. Wie bei jedem grösseren Schützenfest zeigte sich, dass beim Vereinsstich Nervosität auftritt bzw. man setzt sich selber unter Druck, da man ja ein gutes Resultat für das Sektionsresultat erzielen möchte. Trotz Anspannung und den gewöhnungsbedürftigen Bedingungen erzielten die Erlenackerschützen ein Sektionsresultat von 92.141, was den 46. Rang von 234 Vereinen bedeutet.
Nach Beendigung des Pflichtprogramms dislozierte man ins Motel San Bernardino zurück, nach kurzem Zimmerbezug erwartete uns freundliches Servicepersonal, schön gedeckte Tische und wir wurden mit einem sehr feinen Nachtessen verwöhnt. Nach der Stärkung besuchten einige das Trucker-Treffen auf dem Flugplatz Ambri, andere liessen den langen Tag bei gemütlichem Beisammensein in der Bar ausklingen.
Am Sonntag stärkten wir uns beim reichhaltigen Frühstücksbuffet, da uns ein langer Reisetag erwartete, danach fuhren wir ins Festzentrum, um die verdienten Auszeichnungen, Naturalpreise oder Bargeld abzuholen. Damit wir den Zeitplan einhalten konnten, mussten wir auch gleich wieder los. Der Chauffeur führte uns sicher hinauf zum Gotthardpass. Bei schönem Wetter hatten wir dann doch noch Zeit, um schöne Oldtimer-Motorräder zu besichtigen, welche eine Ralley über die Tremolastrecke von Airolo hinauf zum Gotthardpass bewältigten. Wir trafen uns zum Mittagessen im Albergo San Gottardo, obwohl wir angemeldet waren, war das Personal noch nicht parat und die Freundlichkeit ging vollends vergessen.
Um 13 Uhr fand die Führung der Festung Sasso San Gottardo statt. Aufgeteilt in zwei Gruppen erhielten wir während der 2- stündigen Führung sehr viele Informationen. Gerade zur jetzigen Zeit und der bestehenden Weltlage verliessen wir die im Jahr 1943 erstellte Festung mit «erleichtertem» Gefühl, aber mit vielen Eindrücken und Gedanken.
Leider hat sich das Wetter verschlechtert, nach einem Regenschauer und bei Nebel fuhren wir los. Nach kurzer Zeit begrüsste uns die Sonne und die Temperatur im Car stieg an. Zum Glück hatte der Chauffeur für genügend Flüssigkeit vorgesorgt und wir mussten nicht verdursten. Auch auf der Rückfahrt wurden wir nicht durch einen Stau aufgehalten und so ging die zeitliche Planung erneut auf, wir trafen pünktlich im Restaurant Bildhus Ricken ein.
Da die einzelnen Menubestellungen bereits im Car aufgenommen und von Walter per Telefon der Wirtin mitgeteilt wurden, ging die Verköstigung Ruckzuck vonstatten. Schon nach kurzer Zeit startete der Chauffeur dem Endziel entgegen und wir landeten mit vielen Eindrücken und Erlebnissen wohlbehalten im Erlenacker.
Dank grossem Organisationstalent und Tessiner-Connection von Walter und Christian Gerber konnten wir eine bestens organisierte Tessiner-Reise erleben. Herzlichen Dank.
Ursula Hurschler