Feldschiessen

Wegen der Corona-Pandemie wurde das Feldschiessen vom 05. –  07.06.2020 verschoben. Das Feldschiessen kann von der durchführenden Sektion als «Vereinsanlass» angeboten werden und somit findet das grösste Schützenfest zu unterschiedlichen Daten statt.

In diesem Jahr wird der Feldschützenverein Hohentannen-Heldswil das Feldschiessen auf der Schiessanlage in Zihlschlacht an folgenden Daten durchführen:

Freitag, 14.08.2020             18.00 – 20.00 Uhr
Samstag, 15.08.2020         09.00 – 11.30 Uhr  / 13.30 – 16.00 Uhr
Samstag, 22.08.2020         13.30 – 16.00 Uhr
Sonntag, 23.08.2020          09.00 – 11.30 Uhr

Das Eidgenössische Feldschiessen ist das grösste Schützenfest der Welt. Am gleichen Wochenende wird eine der ältesten Traditionen in der ganzen Schweiz durchgeführt. Bei diesem Schiessanlass können alle ab dem 10. Altersjahr gratis teilnehmen.
Es gilt: Die Teilnahme kommt vor dem Rang!

Alle Nicht-Vereinsmitglieder müssen einem Verein zur Betreuung und Rangierung zugeteilt werden. Teilnehmer, welche nicht an der entsprechenden Waffe ausgebildet sind, sind vom zugewiesenen Verein zu betreuen.

Das Programm wird kommandiert und wird wie folgt geschossen:

  1. Teil: Einzelfeuer, es werden 6 Schuss innert 6 Minuten geschossen und einzeln gezeigt.
  2. Teil: Kurzfeuer, es werden 2 x 3 Schüsse in je 1 Minute geschossen, es wird nach 3 Schüssen gezeigt.
  3. Teil: Schnellfeuer, es werden 6 Schüsse in 1 Minute geschossen und am Schluss gezeigt.

Geschichte des eidgenössischen Feldschiessens

Das Eidgenössische Feldschiessen ist das grösste Schützenfest der Welt und kann auf eine über 130jährige Tradition zurückblicken.

Die Entwicklung des Feldschiessens hängt weitgehend mit derjenigen des Obligatorischen Schiessens zusammen. In der Militärorganisation vom 08.05.1850 wird erstmals das jährliche Zielschiessen für Mannschaften eingeführt, wobei die Art der Durchführung und das Schiessprogramm weitgehend den kantonalen Gesetzgebungen vorbehalten war. Die Schiessresultate waren jedoch allgemein unbefriedigend. “…. von den auf die mittlere Distanz von 300m auf Mannsfigur abgegebenen Schüssen haben nur 15% getroffen und 85% sind vorbeigegangen”.

Aufgrund dieser Erkenntnisse wurde mit der MO 1874 eine obligatorische ausserdienstliche Schiesstätigkeit eingeführt. Am 08.10.1872 fand das erste Feldsektionswettschiessen auf dem Twannberg statt. 1879 kann die Existenz von kantonalen Feldschiessen in den Kantonen Bern und Solothurn nachgewiesen werden. Zu einer ständigen Institution der Kantone wurden die Feldschiessen aber noch lange nicht.Nur in einigen wenigen Kantonen der Zentralschweiz hatten sie festen Fuss gefasst und in den Kantonen Bern und Solothurn sogar bereits einen erfreulichen Grad der Entwicklung erreicht. Die an der Spitze des Schweizerischen Schützenvereins stehenden Männer erkannten schon frühzeitig, dass sich in der Gestalt des Feldschiessens ein ungemein wirksames Mittel zu einer weiterreichenden Förderung des freiwilligen Schiesswesens bot. Nachdem sich der SSV im Jahr 1899 vorerst bloss mit einer finanziellen Unterstützung begnügt hatte, begann er sich bald nach der Jahrhundertwende durch das Aufstellen allgemein verbindlicher Grundlagen für die Durchführung dieser Wettschiessen zu schaffen. Am 12.06.1887 wurde zum ersten Mal im ganzen Kanton Bern geschossen. Es nahmen 114 Sektionen mit 2258 Schützen teil.

Im Jahre 1919 wird das Pistolenfeldschiessen eingeführt und 1926 nehmen erstmals sämtliche Kantone am Feldschiessen teil. Seit 1940 wird das Feldschiessen jährlich durchgeführt. Heute schiessen ca. 60% der Schützinnen und Schützen das Kranzresultat.

(swissshooting.ch)